Warum wir oft damit beschäftigt sind, „fiktive“ negative Erlebnisse zu vermeiden

 

Experiment:

Einem Pferd wurde durch eine Metallplatte im Boden ein elektrischer Schock in seinen Huf zugeführt und kurz darauf ließ man einen Ton erklingen.

Durch Wiederholung dieses Experiments lernte das Pferd, dass, wenn ein Ton erklingt, es daraufhin einen Stromschlag bekommt weswegen es seinen Huf heben muss um den Elektroschock zu vermeiden.

Später, als die Metallplatte gar nicht mehr unter Strom stand, musste man nur noch den Ton erklingen lassen, damit das Pferd seinen Huf hebt.

Die Gefahr war also gar nicht mehr da. Aber das Pferd versucht weiterhin, die Gefahr zu vermeiden und hebt den Huf lediglich auf Grund des Tons.

Auch wenn dieses Experiment die klassische Konditionierung beschreibt, so muss ich dieses "Vermeiden von negativen Erlebnissen" immerwieder mit sog. Glaubenssätzen in Verbindung bringen.

Glaubenssätze sind so sinnvolle, wie reale Sätze wie z.B.:
• ich erlebe nur Enttäuschungen
• ich kann das nicht
• das geht nicht
• immer, wenn ich Urlaub habe, regnet es
• ich habe kein Glück mit Frauen

Natürlich machen wir Erfahrungen und natürlich speichern wie diese ab. Aber es macht keinen Sinn mit jedem neuen Ton einen weiteren Stromschlag zu erwarten, denn die Gefahr ist ja nicht real. Wir beten sie nur "wie ein alter Gaul" ständig vor uns hin und versuchen, weitere Enttäuschungen zu vermeiden, die es gar nicht gibt.

Mit jedem neuen Erleben, deiner "abgespeicherten" Erfahrung hast du jedesmal eine neue Möglichkeit, das, was du da abgespeichert hast nochmal zu hinterfragen, ob das denn tatsächlich "immer" und "nur bei dir" und "bei allen" so ist oder ob du vielleicht doch nur schonmal das Beinchen hebst, weil du nichts Gutes erwartest 😉

 

2 Gedanken zu „Warum wir oft damit beschäftigt sind, „fiktive“ negative Erlebnisse zu vermeiden

  1. Witzig das du gerade diesen Beitrag heute postest.
    Ich beschäftige mich zur Zeit mit meinen eigenen Glaubenssätzen und kann das mit dem Pferd nur bestätigen. In bestimmten Situationen, eigentlich immer die gleichen, bekomme ich ein komisches Gefühl und sofort stellt sich ein unangenehmes Gefühl ein. Das versuche ich gerade um zu programmieren.
    Bei anderen kann ich das sehr gut….nur bei einem selber muss man erstmal darauf kommen. Deshalb kann ich nur jedem empfehlen, scheut euch nicht mal einen Coach aufzusuchen, ihr werdet euch wundern worauf ihr alles sroßt und freisetzen könnt. Gerade Glaubenssätze sind manchmal schwer aufzuspüren.
    Alles Liebe
    Natalie

    1. Liebe Natalie..!
      [www.happinez-coach.de] ❤️

      Genau..! Um-programmieren ist das richtige Wort. Glaubenssätze haben wir erlernt und neue Denkstrukturen müssen wir wiederum neu erlernen. Erkennen -> Stoppen -> neue Struktur zur Gewohnheit machen -> Veränderung herbeigeführt. (*schnipp) 😉
      LG

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